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19. Januar 2012 Thomas Klein

manroland: Größte Firmenpleite seit zwei Jahren – und Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) schaut einfach zu

Zur geplanten Zerschlagung des Druckmaschinenherstellers manroland und der Vernichtung von über 2.000 Arbeitsplätzen erklärt Willi van Ooyen, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

 

„Dem Druck der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft ist es zu verdanken, dass die Eigentümer des Unternehmens wenigstens eine Transfergesellschaft für die Kolleginnen und Kollegen finanzieren wollen, die absehbar ihren Job verlieren werden. Leider hat Wirtschaftsminister Posch in typischer FDP-Manier mal wieder den Interessen privater Kapitaleigner das Feld überlassen. Durch ein frühzeitiges Eingreifen hätte der massive Stellenabbau bei manroland verhindert werden können.

Die Beschäftigen trifft keine Schuld an der Krise, sie sind jetzt aber die Leidtragenden. Minister Posch ist gefordert alle Möglichkeiten zu nutzen, um zur bestmöglichen Lösung für Offenbach und die dortigen Beschäftigten beizutragen."

Die Unternehmensstandorte in den verschiedenen Bundesländern gegeneinander auszuspielen habe nicht dazu beigetragen, eine einheitliche Lösung für das Gesamtunternehmen und seine Beschäftigten zu finden, kritisiert van Ooyen.

Bundes- und Landesregierung hätten die Beschäftigten von manroland im Regen stehen lassen. Banken, die sich verzockt hätten, seien dagegen mit öffentlichen Milliarden gerettet worden.